Runderneuerung von Scooterreifen

Das Verfahren des Runderneuerns von Reifen hat auch die Rollerpneus eingeholt und erweist sich für eine Vielzahl sparsamen und umweltbewusster Fahrzeugbesitzer als eine supertolle Alternative gegenüber dem Kauf von farbrikneuen Fahrzeugbereifungen.

Beim Runderneuern von Reifen geht es hauptsächlich darum, benutzte und abgefahrene oder sogenannte Altreifen einer Erneuerung zu unterziehen und diese wieder straßen- und fahrzeugtauglich zu machen. In diesem Bezug ist es schon eine Art Recyceln, was auf der Basis des Runderneuerns durchgeführt wird. Aus Alt wird Neu und abgefahrene “Latschen” erhalten wieder eine neue, intakte Gummisohle.

Die Variante des Runderneuerns hat natürlich ihre Grenzen und weist sowohl Vorzüge als auch Nachteile auf. Außerdem zweifeln zahlreiche Rollerfahrer an der Güte der runderneuerten Reifen und sehen den Einsatz dieser Bereifungen eher skeptisch.

- Bei einer professionell durchgeführten Runderneuerung können diese in punkto Qualität und winterlichen Fahreigenschaften mit nagelneuen Reifen gleichgesetzt werden.
- Runderneuerte sind ebenso schnelllauftauglich wie neue Reifen.
- Runderneuerte Reifen unterliegen nach dem Bearbeitungsprozess einer genauen Prüfung der Karkassen, der Stahlgürtel und der Profile.
- Für runderneuerte Reifen gelten spezielle gesetzliche Vorgaben, die in einem Standard festgehalten sind.
- Die Kosten für runderneuerte Reifen liegen etwa um die Hälfte niedriger als beim Neukauf nagelneuer Bereifungen.

Als nachteilig erweisen sich bei runderneuerten Reifen folgende Fakten:

♦ Runderneuerte Reifen auf Scootern zeigen Einschränkungen in Bezug auf Bremsmanöver und dem Führen der Fahrzeuge.
♦ Runderneuerte Reifen weisen eine um 30% höhere Abnutzung als fabrikneue Reufen auf.
♦ Das Runderneuern von Reifen ist nicht unbegrenzt durchführbar.
♦ Der Einsatz von runderneuerten Reifen beschränkt sich in der Praxis hauptsächlich auf Motorroller, die einen kleinen Hubraum besitzen und daher in ihrer Leistungskapazität eher im unteren bis mittelklassigen Feld liegen.

Bei der Auswahl der runderneuerten Reifen (nur vom Fachmann) sollten solche Erzeugnisse in Betracht gezogen werden, an denen ein sogenannter Speedindex ersichtlich ist. Für winterliche Bereifungen sind runderneuerte Reifen mit einem Speedindex Q für ein Tempo bis maximal 160 km/h erlaubt.

Schlauchlose Reifen – Vor- und Nachteile

Die schlauchlosen oder tubeless Reifen sind eine tolle Weiterentwicklung, die auf der Basis der sogenannten Guss- sowie Verbundräder möglich war.

Schlauchlose Reifen zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass diese keinen zusätzlichen Schlauch für die Aufnahme der Luft benötigen. Durch den Verzicht auf den Schlauch ergeben sich verschiedene positive Attribute, die einen Einsatz dieser Ausrüstungen für Motorroller, Mopeds und Mofas immer bedeutsamer machen.
Durch das Fehlen des Schlauches ergibt sich der Vorzug, dass es während des Betriebes der Maschinen nicht mehr zu permanenten Reibungsvorgängen der Schlauchaußen- und der Reifeninnefläche kommen kann. Dies trägt dazu bei, dass die reibungswärme um einen ganz wesentlichen Teil niedriger ist und beide Radkomponenten einem geringeren verschleiß ausgesetzt sind.

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